Der gute, schlechte Antagonist

Vor ein paar Wochen verlinkte ein Mutual auf Twitter diesen Artikel. Da ich zu dem Zeitpunkt noch mit meiner Masterarbeit beschäftigt war, bin ich nicht dazu gekommen, direkt etwas zu schreiben, doch jetzt … nun, jetzt möchte ich mit diesem Aufhänger ein Thema ansprechen, dass mir als Autor und Leser immer wieder am Herzen liegt: Bösewichte und Antagonisten. Zwei Dinge, die nicht immer dasselbe bedeuten müssen.

Eine Sache kann ich zu dem Artikel nämlich direkt sagen: Ich stimme ihm, wenn es hochkommt, in zweieinhalb Punkten zu. Gesamt. Aber ja, ich halte ihn alles in allem für wenig hilfreich. Jedenfalls solange man „Bösewichte“ und „Antagonisten“ in einen Topf wirft – was der Artikel zu machen scheint. Denn nein, nicht jede Geschichte braucht einen „Bösewicht“ – einen Antagonist dagegen …

Antagonist? Bösewicht? Was ist das überhaupt?

Kommen wir damit doch direkt einmal zur Definition. Was ist ein Antagonist? Was ist ein Bösewicht?

Nun, „Antagonist“ ist ein Begriff, der schon von den alten Griechen definiert wurde. Ich zitiere an dieser Stelle eiskalt von Wikipedia – weil das hier keine wissenschaftliche Arbeit ist und ich so keine Bücher raussuchen muss! Ha!

Der Antagonist (griechisch ανταγωνιστής – „Gegenspieler“) in Drama und Prosa ist der hauptsächliche Gegner des Protagonisten und diejenige Kraft der Erzählung, die sein Handeln behindert. Die Rolle des Antagonisten besteht ganz allgemein darin, dem Protagonisten Schaden zuzufügen und seine Handlungsabsichten zu durchkreuzen.

Wikipedia: Antagonist

Sprich: Der Antagonist ist etwas (meist ein Charakter), das mehr oder minder für den Haupthandlungskonflikt des Protagonisten verantwortlich ist. Ein Konflikt, der idealerweise die Geschichte voran treibt.

Ein Bösewicht dagegen ist weit weniger fest definiert. Meistens beschreibt man damit einen Charakter, der halt böse ist und einem klassischen Helden entgegentritt. Gerne benutzt wird es im Bereich des Fantastischen, von Serien und natürlich bei den Superhelden, die alle ihre Superbösewichte brauchen!

Ein Antagonist kann viel sein

Die Sache ist: Ein Antagonist muss bei weitem nicht immer ein „Bösewicht“ sein. Allein schon, weil nicht jede Geschichte – nein, auch nicht jede fantastische Geschichte – klares „Gut vs Böse“ ist. Und nicht jeder Protagonist ist ein Held. Simples Beispiel: Schreibt jemand eine Geschichte aus der Perspektive eines Bösewichts ist der Bösewicht der Protagonist, der Held dagegen der Antagonist. Der Manga/Anime Death Note wäre hier ein gutes und halbwegs bekanntes Beispiel.

Doch generell kann ein Antagonist*in ganz unterschiedlich ausfallen. Ein einer Liebesgeschichte kann ein*e romantische*r Rival*in Antagonist sein. In einer High School Geschichte vielleicht ein*e Lehrer*in, di*er di*en Protagonist*in nicht mag. Vielleicht sind Eltern, die einer*m Protagonist*in im Weg stehen, auf die Traumschule zu gehen, Antagonist*innen.

Dann gibt es Geschichten, gerade in Dystopien, in denen eher die Institution selbst antagonistisch ist, nicht aber ein bestimmter Charakter. Der Antagonist von The Hunger Games ist eher der moralische Verfall des Kapitols, als Präsident Snow. In anderen Geschichten können Konzepte wie Rassismus, Sexismus und ähnliches Antagonistisch sein. Und bei Geschichten, in denen ein Charakter bspw. um das Überleben in der Wildnis kämpft, ist die Wildnis schnell der Antagonist. Schaut nur Jurassic Park/Jurassic World an. Ja, ein paar menschliche Antagonisten kommen vor, aber der Hauptkonflikt ist die Überlebensfrage.

Na ja, und manchmal … Ja, manchmal ist ein Protagonist zugleich auch sein Antagonist.

Warum ich den Artikel nicht mag

Kommen wir aber noch einmal auf den eingangs verlinkten Artikel zurück. Selbst auf Bösewichte betrachtet halte ich fast alles in ihm für falsch. Denn wenn man sich wirklich dran hält, führt es am Ende doch nur zu einer Menge immergleicher, relativ langweiligen Geschichten. Und wie gesagt, das große Problem ist letzten Endes, dass davon ausgegangen wird, dass eine gute Geschichte „Helden und Bösewichte“ hat und beide Begriffe mit „Protagonist und Antagonist“ austauschbar sind. Doch das ist es nicht.

Prinzipiell: Ja, unnötige Grausamkeiten sind albern und schaden der Suspension of Disbelieve – mit einer Ausnahme, zu der ich gleich komme. Und ja, Bösewichte brauchen definitiv Motivation für ihre Taten. Doch abseits davon? Halte ich praktisch alles für falsch und oftmals sogar für extrem schlechte Beratung.

Schauen wir uns diese Punkte doch einmal an:

Fehlende Kräfte

Hier fängt es schon an: Nicht jede Geschichte muss sich um große Kämpfe drehen – und nicht immer ist ein anderer Kämpfer der beste Antagonist für einen kämpferischen Protagonisten. Im Gegenteil. Denn was bringt einen Krieger mehr aus dem Gleichgewicht: Jemand, den er im Feld seiner Stärke konfrontieren kann, oder jemand, der den Konflikt in einen Bereich drängt, wo Kämpfen keine mögliche Lösung ist?

Selbst wenn man eine kämpferische Lösung haben will, so muss ich auch im Detail dem Artikel widersprechen: Doch, Handlanger, die kämpfen können, sind eine gute und valide Methode. Nein, es ist weder für die Spannung, noch für den Konflikt zwingend notwendig, dass der Antagonist am Ende selbst bekämpft. Im Gegenteil. Mehr als einmal kann auch das genutzt werden, um Spannung aufzubauen und den Bösewicht noch einschüchternder wirken zu lassen. Immerhin: Wer ist er, dass dieses mächtige Wesen ihm gehorcht? Wie hat er das angestellt? Das können interessante Fragen sein.

Das Muggel-Beispiel verstehe ich ohnehin nicht. Ich meine, keine Frage, Harry Potter weiß nie ganz, wohin es mit seiner Unterdrückungsmetapher eigentlich will und ob es sie gibt – aber Muggel sind nie Antagonisten. Selbst die Dursleys sind wenig mehr als ein kleiner Nebenschauplatz der Geschichte.

Unbedrohliche Pläne

Was? Ich meine, zur Hölle, aber: WAS? Hier muss wirklich noch einmal hervorgehoben werden: Nein, Antagonisten müssen keine Bösewichte sein. Und auch Bösewichte müssen nicht zwangsweise bedrohliche Pläne haben, damit diese Pläne moralisch korrupt sind oder auf sonst eine Art zum Konflikt mit Protagonist oder sogar dem Helden führen!

Erneut würde ich sogar sagen: Im Gegenteil. Denn viele Geschichten sind spannender und die Charaktere interessanter, wenn ein Protagonist seinen Konflikt selbst heraussucht. Ja, auch wenn es ein Held und der Bösewicht böse ist. Denn auch ein Bösewicht, der sich bspw. selbst bereichert, auch wenn niemand wirklich zu schaden dadurch kommt, kann von einem Helden gestoppt werden – und sei es nur, weil etwas sehr Wichtiges, Immaterielles auf dem Spielt steht: Die Moral des Helden und seine Weltsicht. Nein, dafür muss kein einziges Leben auf dem Spiel stehen.

Die Gründe, warum Protagonist und Antagonist im Konflikt miteinander stehen können vielfältig sein und müssen nicht zwangsläufig mit einer Gefahr oder einem Schnurrbart zwirbelnden bösen Plan zusammenhängen. Es können Glaubensfragen, Moralfragen, Charakterfragen sein. Ja, sicher, irgendetwas muss für Spannung auf dem Spiel stehen, aber es muss weder die Existenz der Welt, noch das Leben des Protagonisten sein. Killmonger ist in Black Panther ein guter Bösewicht nicht durch seine Gefahr für T’Challas Leben, sondern durch seine Gefahr für T’Challas Moral und Weltsicht!

Strafen meiden

Das ist zumindest ein Punkt, bei dem ich nicht „WTF? NEIN!“ schreie, da der Autor ja sehr in seinem „Jede gute Geschichte ist klar gut vs böse“ festhängt, was in meinen Augen zwar Unsinn ist, diese Ansicht aber nachvollziehbar macht. Ich hatte darüber schon einmal wann anders geschrieben, denn es gibt Fälle, wo ich mir genau das auch gedacht habe. Avatar – The Last Airbender ist so ein Beispiel. Wir kämpfen die ganze Zeit ohne zwei mal drüber nachzudenken gegen Fußsoldaten, die keine Schuld daran tragen. Aber als es gegen den Auslöser geht, kommen wir auf einmal mit moralischen Fragen?

Dennoch finde ich auch hier den Artikel zu kurzsichtig, zu engstirnig geschrieben. Denn erneut merkt man, dass der Autor sich keine Geschichte vorstellen kann, in denen nicht ein guter Held gegen einen bösen Bösewicht über das Schicksal der Welt kämpft. Aber das ist nicht jede gute Geschichte – eher im Gegenteil. Ich wage zu behaupten, dass die meisten guten Geschichten sich meistens in irgendeiner Form von dieser simplistischen Weltsicht wegbewegen.

Nicht jeder Held ist ein Kämpfer. Nicht jeder Held ist ein Mörder. Haben wir den Helden bis dahin morden oder zumindest ohne Zurückhaltung und ohne Hinterfragen kämpfen sehen: Ja, dann kommt es eben falsch. Aber in anderen Situationen? Da macht es Sinn. Und mal ganz unter uns: Ja, es kann oftmals für die Welt besser sein, Strafe hin oder her, den bösen Imperator am Leben zu lassen. Denn die Alternative ist oft, die Welt komplett aus der Balance zu werfen, blutige Bürgerkriege und Chaos zu riskieren.


Anders gesagt: Es kommt auf die Helden, den Kontext und die Welt an – und darum, was für eine Auswirkung der Tod oder sonst was für eine Strafe des Bösewichtes auf all das hätte.

Die Sympathiediskrepanz

Okay, ich meine, ich stimme zu, dass Thanos ein verdammt problematischer Bösewicht war und es nicht wirklich die beste Entscheidung war, Infinity War aus seiner Perspektive zu erzählen. Und ich glaube, ich verstehe sogar, worauf man bei diesem Punkt hinauswollte – etwas, das ich sogar nachvollziehen kann. Denn ja, prinzipiell: Wenn ein Antagonist wirklich so richtig, richtig böse ist, dann endet es oft weniger gut, wenn ein Autor sich hinstellt und sagt: „Na ja, seht es aus seiner Perspektive.“ Und ja, dem eingebrachten Beispiel mit dem Überraschungskuss (was auch oft Hand in Hand mit „Redemption für Vergewaltiger“ einher geht), ist definitiv ein Beispiel für einen Trope, der wirklich verschwinden muss.

Allerdings ist hier halt wieder der klassische Satz: Jeder ist der Held der eigenen Geschichte. Das ist ja auch etwas, worauf man mit Thanos hinauswollte, selbst wenn man damit in meinen Augen auf jeder Ebene gescheitert ist. Dennoch sollte man das nicht direkt als Faustregel hernehmen, dass so etwas nie passieren darf.

Denn ja, wenn man es gut macht, kann sogar ein Framing sehr interessant werden, in dem ein absolut böser Bösewicht als nett und sympathisch, der Held dagegen als unsympathisch und schmierig dargestellt wird. Man kann interessant mit der kognitiven Dissonanz arbeiten, die so entsteht und bspw. auch die Frage aufbringen: Was macht mir jemanden eigentlich sympathisch?

Übrigens sehe ich gerade Viren in Dragon Prince soweit als einen verdammt interessanten, gut geschriebenen Bösewicht. Denn alles in allem ist die Sache mit dem „Moral Event Horizon“ halt doch immer: Ja, es gibt Leute, die an „das größere Gut“ glauben – und deswegen Kinder töten wollen. Der Rassismus ist bei Viren soweit der größere „No Go“ Aspekt. Doch der ist in der Welt verbreitet.

Unnötige Grausamkeit

Damit komme ich zum allerersten Punkt aus diesem Artikel zurück. Ein Punkt, bei dem ich schon gesagt habe, dass ich ihm größtenteils zustimme. Denn ja, bei den meisten Bösewichten wirkt so eine Gewalt oft übertrieben … Allerdings muss man auch den Kontext bedenken. Denn mal unter uns: Habt ihr euch Berichte angesehen, wie es in Folter-Gefängnissen zugeht? Zur Hölle, bei diversen Ländern müssen es nicht einmal spezielle Gefängnisse sein – die allgemeinen reichen auch. Da wird sinnlos und unnötig grausam mit Leuten umgegangen. Und wie oft wurden Leute schon sinnlos und grausam von Polizisten erschossen? Von Kriegen fange ich gar nicht an.

Ich möchte noch einmal daran erinnern: Es ist nicht schwer Menschen dazu zu bekommen, einander zu foltern. Das ist keine unglaubwürdige Eigenschaft. Im Gegenteil. Je nach dargestellter Situation fände ich es sogar unglaubwürdiger, wenn sie nicht unnötig grausam sind. Denn es gibt viele Situationen, in denen die Menschlichkeit schnell schwindet.

Und das ist vorausgesetzt, dass der Bösewicht überhaupt Menschlich ist. Was ist mit Wesen, die sich bspw. von Leid annähren? Okay, kann man nun sagen, dann ist es nicht länger unnötige Grausamkeit – doch von vielen Lesern/Zuschauern würde es eben doch so wahrgenommen.

Für wen ist der Artikel?

Eine weitere Frage, die für mich bleibt, ist: Für wen ist der Artikel. Denn auf der einen Seite heißt es für Schreibanfänger, auf der anderen Seite wird vor allem über bekannte Figuren gemeckert. Und dann bleibt eben dieser Aspekt, dass der Artikel davon ausgeht, dass alle Geschichten einen Bösewicht, keinen Antagonisten brauchen – außer jene, bei denen der Bösewicht der Protagonist ist. Und da muss man sagen: Gerade für Schreibanfänger ist das der mieseste, vorstellbare Ratschlag.

Entsprechend kann ich es nicht anders ausdrücken, als: Jap, das ist ein verdammt mieser Artikel, mit einer Menge unbrauchbarer, schlechter Ratschläge, die Geschichten potentiell schlechter machen – nicht besser. Ja, auch dann wenn man über Bösewichte als Antagonisten schreibt.

Was ist ein guter Bösewicht?

Es bleibt natürlich die Frage: Was ist dann ein guter Bösewicht? Und die einfache Antwort ist: Das kommt auf die Geschichte an und darauf, was man mit der Geschichte erreichen will. Der Artikel nennt Kylo Ren als den furchtbar geschriebenen Bösewicht – und das ist gelinde gesagt einfach nur verflucht falsch. Kylo Ren ist genau der richtige Bösewicht für die Filme, in denen er Bösewicht ist. Denn diese Geschichte wollen halt kein Weltall-Märchen erzählen, sondern die Struktur des Weltall-Märchens und die aktuelle politische Lage kommentieren. Wer wäre dort ein besserer Bösewicht, als jemand, der all seine Macht, sowohl gesellschaftlich, aber auch persönlich, aus seiner Ahnenlinie bekommt und letzten Endes ein weinerliches, emotional unausgeglichenes kleines Arschloch ist? Ich meine, es ist nicht so, als wäre so etwas je in der realen Welt passiert, oder? (Blick zum weißen Haus.)

Sicher, ein Kylo Ren hätte in den alten Star Wars Filmen nicht funktioniert, weil sie eine andere Geschichte erzählt haben – eine nicht unpolitische (denn es gibt keine unpolitische Fiktion) Geschichte, doch eine wesentlich einfacher konstruierte, in der ein böser dunkler Ritter ein wunderbarer Gegner war. Ein böser dunkler Ritter, der in den neuen Filmen wiederum nicht funktionieren könnte.

Es kommt bei Bösewichten immer auf den Kontext an und darauf, was man damit sagen will, wen man damit erreichen will. Wichtig ist, dass man weiß, was für eine Geschichte man erzählen will und wie. Es ist nichts falsches daran, eine Geschichte mit „gut vs böse“ zu erzählen, doch genau so wenig sind Geschichten, in denen Graustufen genutzt werden nicht prinzipiell schlecht. Alles kann gut und schlecht umgesetzt werden. Alles kann passen oder auch nicht. Und auch Geschmack spielt immer mit rein.

Antagonisten und ich

Ich selbst bin jemand, der „böse“ Antagonisten selten mag, bin daher auch jemand, der gerne hinterfragt, was überhaupt „böse“ ist. Denn letzten Endes kommt die Definition von „böse“ immer aus einer Gesellschaft heraus. Daher macht es mir auch immer wieder Spaß in meinen Geschichten diese Dinge zu dekonstruieren. Warum sollten Fae denn dieselben Standards für gut und böse haben, wie Menschen? Die Menschen werden sich darüber doch meistens nicht einmal einig!

Gleichzeitig habe ich als Autor ironischerweise selten Antagonisten, die ihrerseits je persönliche Probleme mit den Protagonisten gehabt hätten – hätten die Protagonisten sich nicht eingemischt. Sicher, bei Mosaik gibt es Michael, der einer der Hauptantagonisten ist und sehr persönliche Probleme mit Joanne hat … Doch generell bevorzuge ich es, wenn die Protagonisten diejenigen sind, die den Konflikt suchen. Warum? Weil es ihnen eine Agenda, eine Motivation und persönliche Ziele gibt. Ziele, die interessanter als „Rache“ sind – und in meinen Augen definitiv interessanter als: „Weil’s eine Prophezeihung so gesagt hat!“

Wie episch der Bösewicht am Ende besiegt wird, kommt eben auf die Geschichte an. Und ja, manchmal wird er gar nicht besiegt, weil damit eben mehr Schaden angerichtet werden kann, als Gutes gewonnen. Und genau unter diesem Gesichtspunkt betrachte ich auch immer andere Geschichten. Da ist ja zum Beispiel immer wieder die Frage: Warum sollte das intergalaktische Imperium fallen, nur weil der Imperator tot ist? Gibt es halt einen neuen Imperator!

Schlusswort

Es gibt viele Arten von Antagonisten. Es gibt viele einzelne, gänzlich unterschiedliche Antagonisten. Darunter einige, die in ihrer Geschichte wunderbar funktioniert haben – und andere, die richtig mies waren. Letzten Endes kommt es eben auf die Geschichte an, die man erzählen will, und ob der gewählte Antagonist dazu passt. Anders gesagt: Es ist wie mit der Macht des Hauptcharakters und wie sich diese entwickelt.

Als Autor*in sollte man sich halt überlegen: Was für ein Antagonist funktioniert in meiner Geschichte am besten? Wie sorgt dieser Antagonist dafür, dass der Plot und der Hauptkonflikt der Geschichte vorangetrieben wird? Was den Antagonisten dabei ausmacht – nun, das kann weit variieren. Denn nicht immer kann der Protagonist sich aussuchen, in welchem Spielfeld er dem Antagonisten entgegentritt. Im Gegenteil. Am spannendsten ist es oft, wenn er das nicht kann.

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Das Beitragsbild ist aus John Miltons Paradise Lost und steht unter Public Domain.