Das Regenbogenzeitalter der Cartoons

Es gibt Leute, die sagen, die 80er, 90er oder die frühen 2000er wären das goldene Zeitalter der Cartoons gewesen. Dass es nie wieder so gute Cartoons gab, wie damals. Dahingehend kann ich nur widersprechen. Ganz ehrlich, mit ein, zwei Ausnahmen, waren die meisten Cartoons damals nicht sonderlich gut. Anders als die Cartoons, die heute herauskommen. Allerdings würde ich die heutige Zeit nicht als das goldene Zeitalter bezeichnen. Eher als das Regenbogenzeitalter.

Wie Reagan die Cartoons veränderte

Auch wenn dies ein positiver Beitrag sein soll, möchte ich vielleicht die Einleitung erklären. Denn letzten Endes gibt es mit den Cartoons der 80er, 90er und frühen 2000er ein großes Problem – ein Problem, das einem US-Präsidenten zu verdanken ist. Ronald Reagan. Aka Trumps großem Vorbild, von dem er sich sogar den Slogan abgekupfert hat. Bis Reagan POTUS wurde, war es mehr oder minder verboten, im Kinderprogramm für Produkte zu werben. Was dazu führte, dass Kinderprogramm ein oft geringes Budget hatte und es nicht viel gab, aber das was es gab versuchte wirklich Kinder anzusprechen.

Dann kam Reagan, der ja den Markt befreien wollte, und setzte sich für eine Aufhebung dieser Richtlinien ein. Was gerade die Cartoonindustrie ordentlich antrieb. Denn Cartoons gaben die Möglichkeit die seltsamsten Wesen zu produzieren und diese dann als Spielzeug zu verkaufen. Siehe Transformers. Siehe My Little Pony. Siehe He-Man. Siehe G.I. Joe. Siehe so viele andere Dinge.

Und dies wurde für lange Zeit zu einem von zwei Standards. Entweder man produzierte Kinderserien, die dazu gedacht waren, Spielzeug zu verkaufen. Oder man produzierte Serien, die auch Spielzeug verkauften, aber auch um bestehende IPs im öffentlichen Interesse zu halten. (Man denke dahingehend an die ganzen Disney-Spinoff-Cartoons.) Kurzum: Viele Cartoons wurden möglichst schnell, möglichst formularisch und möglichst merchandiseorientiert erzeugt. Eine schlechte Umgebung, um gute Geschichten zu erzählen. Und das zeigte sich für lange Zeit. Episodischer Aufbau mit beinahe identischem Plot zwischen den Folgen waren oft Standard. Monster of the Week sei hier genannt. Auch wenn es einige Schaffer dennoch hinbekamen, gute Serien oder zumindest Serien mit einigen guten Folgen abzuliefern … Golden war das Zeitalter nicht.

Der Beginn eines neuen Zeitalters

Es ist immer schwer zu sagen, wo etwas anfing, sich zu verändern. Doch ich denke ein guter Tipp für den Fall der Cartoons sind zwei Einflüsse: Zum einen, dass es mehr Anime – die oftmals mehr auf einen durchgehenden Plot gaben, als genannte Cartoons – ins westliche Bewusstsein tragen. Zum zweiten, als diese Anime ein gewisses Autorenduo inspirierten einen Cartoon für Kind aber mit einer durchgehenden Handlung zu schreiben: „Avatar – Herr der Elemente“.

Zu sagen, dass Avatar ein Erfolg war, greift eigentlich zu kurz. Die Serie löste einen massiven Hype aus, der sich nicht zuletzt genau darum drehte: Die Serie hatte eine durchgehende Handlung. Sie nahm die Zuschauer ernst – obwohl sie an Kinder vermarktet wurde. Ja, dabei gab es auch noch einiges an Merchandise. Doch es wurde sich wirklich um eine durchgehende Geschichte bemüht.

Allerdings haben Cartoons einen recht langen Weg von dem Moment, in dem die Macher das „Okay“ von der Produktion bekommen, bis die erste Folge herauskam. Außerdem war Avatar ein Ausreißer. Die Bestätigung einer Regel. Und so brauchte es etwas, damit daraus mehr wurde. Es folgten zwar hier und da einige stärker auf Story ausgerichteten Cartoons, doch es blieb die Ausnahme. Erfolgreich waren sie kaum.

Eine Disney-Anekdote

Bevor wir zum eigentlichen Punkt dieses Artikels kommen, vielleicht eine kleine Anekdote über eine Serie, die den meisten hier genannten Shows vorauseilt. Einige können sich sicher noch daran erinnern: W.I.T.C.H., die italienisch-amerikanische Co-Produktion, die als Comic zwischen 2001 und 2012 lief und von einem Cartoon begleitet wurde, der zwischen 2004 und 2006 ausgestrahlt wurde.

Was einige nicht wissen: W.I.T.C.H. ist eine Art Laborexperiment gewesen. Man wollte ein Franchise entwickeln, das so erfolgreich wie möglich in so vielen Ländern, wie möglich wird. Daher wurde unter der Zielgruppe – internationale junge Mädchen – sehr viel Marktforschung betrieben, noch bevor ein konkretes Konzept feststand. Und ratet mal, was diese Marktforschung herausfand? Repräsentation ist Kindern wichtig! Na ja, nicht bewusst. Aber man fand heraus, dass Kinder eher auf etwas ansprechen, wenn sie sich repräsentiert sehen, und Repräsentation von verschiedenen Gruppen es wahrscheinlicher macht, dass Kinder bspw. Merchandise kaufen.

Deswegen hatte W.I.T.C.H. mit Hei-Lin eine chinesisch-amerikanische, mit Taranee eine schwarzen Protagonistin. Laut einigen Autoren, die an der Fernsehserie gearbeitet haben, war allerdings noch ein wenig mehr Diversität geplant. Offenbar gab es ein Storyarc, in dem sich Irma bewusst werden sollte, dass sie lesbisch ist. Allerdings wurde das letzten Endes von den Produzenten gestrichen. Zu riskant. Selbst wenn Kinder positiv drauf ansprechen würden, wären da ja noch die Eltern, nicht? Nun, behaltet das im Kopf.

Freundschaft ist Regenbogen

Kommen wir zum nächsten großen Schritt. Ein sehr seltsamer Schritt, doch etwas, das Cartoons definitiv beeinflusst hat. Denn ja, diese Serie war definitiv eine Merchandising-Serie von Hasbro. Sie wurde dennoch gerade von erwachsenen Fans gehypt. Und fand vor allem in linken Kreisen und auch einigen queeren Communities ihren Platz der Herzen: My little Pony – Friendship is Magic. Und da hatten wir sie auch, die Regenbögen. Denn ja, diese Iteration der Ponys baute in vielerlei Hinsicht auf Magical Girls auf. Und dann war auf einmal ein anderes Fandom da, als beabsichtigt.

Denn ja, auch wenn MLP größtenteils wieder sehr kinderfreundlich und episodisch war, so schaffte die Serie es doch, erwachsene Fans und ältere Teenager anzusprechen. Zum einen war es wunderbarer Escapismus mit sympathischen Charakteren und einigem Weltenbau, zum anderen brachte es einige eher selten gesehenen Themen rein. Und es war regenbogenfarbend.

Und damit zog die Serie nicht zuletzt auch viele Fans aus der queeren Community an, die sich von dieser Serie angesprochen fühlten. So sehr, dass ein relativ großes Subfandom bildete, dass sich mit queeren Identitäten identifizierte. Genug, als dass es allgemein auffiel – und auch das war ein großer Faktor. Das und ein anderer Faktor …

Der Generationswechsel

Ein weiterer, wichtiger Faktor, der Anfang der 2010er in einige Animationsprojekte und damit das neue Zeitalter hineinspielte, war der Generationswechsel der Branche. Denn es war genau zu diesem Zeitpunkt, als die gefürchtete, aller Generationen langsam Jobs als zentrale Kräfte in der Produktion bekamen. Die Millianials! (Blitz. Donner. Sturm. Böses Lachen.)

Und das brachte zwei große Änderungen in den Bereich der Animation: Zum ersten waren diese Kreativen nun damit aufgewachsen, episodische Serien zu schauen. Serien, die zwar nostalgisch besetzt waren, an denen man jedoch viel zu meckern hatte. Viele von ihnen wollten mehr Dinge wie Avatar, wie Dragonball und allgemein diese Serien und weniger etwas wie He-Man mit komplett in sich geschlossenen Folgen.

Die zweite große Änderung: Dank der Tatsache, dass viele Millenials bereits in ihrer Jugend Zugang zu einem Computer und dem Internet hatten, waren sie früher über Themen wie LGBTQ*, aber auch Marginalisierung selbst informiert. Viele, die selbst queer sind, waren mit dieser Queerness im Vergleich zu den vorherigen Generationen offener umgegangen. Und sie wollten Repräsentation.

2012 – Kein Weltuntergang

Zu jedermanns Überraschung ging 2012 die Welt nicht unter. Dafür brach das neue goldene oder eben regenbogenfarbige Cartoonzeitalter an. Denn 2012 war das Jahr, in dem sich alles zu verändern begann. 2012 starteten gleich einige Serien, die relativ einflussreich wurden. Diese Serien waren Legend of Korra und Gravity Falls.

Beide Serien hatten relativ viel Handlung, hatten einige ernste Themen darin und eine Story, die über die Folgen hinausging. Legend of Korra hatte sich dabei praktisch gänzlich von der episodischen Struktur gelöst. Gravity Falls nutzte diese zwar, brachte jedoch beinahe jede Folge Story ein. Beide hatten mit den Releases Probleme – aber das ist ein anderes Thema.


Bei beiden Serien war es außerdem so, dass am Anfang in der Produktion die Idee, queere Repräsentation reinzubringen, wohl durch den Writers Room geflogen ist. Der Unterschied war der Ausgang dieser Diskussion. Denn während Disney damals Alex Hirsch beinahe jede Repräsentation – abseits vom Ende der Serie, als zwei männliche Nebenfiguren zusammenkommen – verbat, konnten sich Bryan und Mike bei Nickelodeon mehr oder minder durchsetzen. Ja, es war mehr Subtext, als Text, aber am Ende war unsere Protagonistin dennoch kanonisch bisexuell.

Lesbische Weltallsteine

Es sei dazu gesagt: Korrasami kam erst 2014 als canon. Derweil startete auf Cartoon Network allerdings eine weitere Serie im Jahr 2013. Steven Universe. Obwohl die Serie zu Beginn vermeintlich lustig und simpel anfängt, haben wir bald schon einige härtere Themen, von Depression und Ausgrenzung, hin zu Kolonialismus. Ach ja, und Queerness. Ganz viel Queerness, die die Autorin, Rebecca Sugar, dank einer technischen Sache reinbringen konnte.

Denn in Steven Universe sind viele der Charaktere Aliens. Aliens, die ihre humanoiden Formen nur aus ihrem eigentlichen Körper – einem Edelstein – projektieren. Als Edelsteine, sind sie natürlich geschlechtslos, selbst wenn die meisten von ihnen sich weiblich präsentieren und weibliche Pronomen nutzen. Entsprechend ist es doch nicht lesbisch, wenn diese Weltallsteine Beziehungen führen, oder?

Nun, ja, praktisch gesehen ist Steven Universe eine Serie über geschlechtlose, lesbische trans Frauen. Und es war erfolgreich und hat es damit gesehen geschafft, für einige andere Shows den Weg freizumachen.

Einmal Story bitte

Seit 2012 haben wir nun jedes Jahr einige große Shows, die vieles anders machen, als alte Serien. Shows, die mehr Story und mehr Repräsentation als die alten Serien haben und damit auch zu einer gänzlich anderen Fandomkultur geführt haben. Serien, von denen einige auch ernste Themen angesprochen haben. Wir hatten …

  • 2014: Over the Garden Wall, Star Wars Rebels, Bojack Horseman (Zielgruppe für Erwachsene jedoch)
  • 2015: Star vs the Forces of Evil, We Bare Bears
  • 2016: Voltron, Trollhunters
  • 2017: Big Mouth, OK KO, sowie einige überraschende Film-Spinoffs wie Tangled Adventures
  • 2018: Hilda, Watership Down (Remake), The Dragon Prince, Disenchantment, She-Ra and the Princesses of Power

Und dieses und nächstes Jahr werden wir noch einige Shows bekommen (oder haben sie gerade bekommen), die vielversprechend klingen und aussehen: Carmen Santiego, Infinity Train, Amphibia, The Owl House, Victor & Valentino, Forever Twelve und noch einige mehr.

Der Einfluss von Streaming

Wer sich die Liste anschaut, wird feststellen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Shows auf Streamingdiensten, speziell auf Netflix erschienen ist. Etwas, das denke ich ebenfalls einen Aspekt der Veränderung ausmacht. Denn Streaming-Dienste finanzieren sich und ihre Serien gänzlich anders, als Fernsehsender ihre Serien. Da das Streaming-Konzept gerade bei Netflix darauf ausgerichtet ist, viel auszuprobieren und dann durch Abonnenten das Geld zu verdienen. Daher wird das gemacht, was geschaut wird.

Der Ehrlichkeit wegen sollte man aber auch sagen, dass es bereits vor der Größe vom Streaming wieder mehr in diese Richtung ging, anstatt Kinderserien vorrangig um Merchandise herum aufzubauen. Genau weiß ich leider nicht, ob es damit zusammenhängt, dass es sich nicht mehr so gut verkauft hat oder es andere Auslöser hatte.

So oder so: Während einige Vorreiter schon bewiesen hatten, dass es einen Markt für storylastige und/oder diverse Cartoons gibt, hat Streaming durchaus geholfen, die Idee akzeptierter zu machen. Natürlich haben sich die alten, arg episodischen Cartoons nicht in Luft aufgelöst. Es gibt noch mehr als genug Cartoons mit diesem Aufbau, genug Merchandising-Cartoons, aber eben auch einige andere Serien. Auswahl.

Wo sind jetzt die Regenbögen?

Nun, die Frage ist natürlich: So sind nun dabei aber die Regenbögen? Wenn es schon ein Regenbogenzeitalter ist, sollte es auch Regenbögen geben. Nun, zum einen natürlich: Die Cartoons heutzutage lieben Regenbogenästhetik. Doch natürlich ist das nicht gemeint. Denn ja, natürlich bezieht sich der Regenbogen auf die Pride Flagge. Denn wie gesagt: Cartoons sind queerer geworden.

Das fing bei diesen neuen Cartoons vornehmlich mit Subtext an, wie wir es eigentlich kannten. Wie gesagt, Alex Hirsch hatte zumindest unter den Nebencharakteren offen queere Figuren reinbringen wollen, durfte aber nicht. Wie gesagt waren die großen Einflüsse Legend of Korra und Steven Universe und das letzten Endes positive Feedback, das diese größtenteils bekamen. Aber mehr und mehr wird es doch normalisiert.

Mittlerweile hatte eben auch My little Pony kanonisch lesbische Ponys. She-Ra hat kanonisch lesbische Charaktere und einen Charakter mit schwulen Vätern. The Dragon Prince hat ebenfalls einige queere Nebenfiguren. Es gibt generell in ein paar Cartoons ein paar Nebenfiguren, die queer sind. Na ja, gut, meistens cis lesbisch. Denn leider werden Lesben weiterhin als „ungefährlicher“ und „unschuldiger“ empfunden, als Schwule, weshalb sie leichter ihren Weg in die Kinderserien finden. Und ja, trans Repräsentation fehlt weiterhin beinahe komplett.

Andere Veränderungen

Es gibt allerdings generell einen seltsamen Wandel in Cartoons, der gleichzeitig mit daher geht: Cartoons werden mehr und mehr von weiblichen Figuren beherrscht. Neue Serien haben beinahe immer ein dynamischen Duo aus weiblichen und männlichem Charakter in der Hauptrolle. Außer dann, wenn die Protagonistin gänzlich weiblich ist. Das trifft auf die meisten Serien zu, die in der letzten Zeit zu positiver Kritik herauskamen. Allgemein findet man, wenn man sich die Serienübersichten anschaut, viele weibliche Protagonisten. Selbst bei Serien, die weniger einflussreich waren.

Jetzt kann man lang und breit streiten, woran das nun liegen mag. Wenn man aber bedenkt, dass weibliche Figuren für sehr lange Zeit außer in ein paar „besonderen Cartoons“ übergangen wurden, finde ich diese Veränderung sehr positiv. Umso mehr, da diese weiblichen Figuren – von She-Ra zu Rapunzel, von Pearl zu Star Butterfly – eine größere charakterliche Bandbreite abdecken.

Fazit

Letzten Endes hat sich in den letzten 10 und vor allem den letzten 5 Jahren viel getan, wenn es um amerikanische Cartoons gibt. Viele Themen sind stärker repräsentiert – selbst wenn es noch einen langen Weg gibt. Denn auch wenn wir mehr verschiedene weibliche Figuren sehen und auch mehr queere Figuren, herrschen bei vielen Serien weiße Charaktere vor. Schwule Charaktere sind deutlich seltener repräsentiert, als lesbische. Und trans Figuren gibt es allerhöchstens angedeutet.

Dennoch ist es schön zu sehen, dass die Industrie nach langer Zeit Fortschritte macht. Sowohl, was Diversität angeht, als auch in Sachen Storytelling. Es bleibt nur zu hoffen, dass der Trend weiter anhält.

Übersicht einiger diverser Cartoons

  • Arthur (1996-heute)
    Diversität: Die Charaktere sind Tiere, aber codiert. Es werden Themen rund um Behinderung und Neurodiversität explizit besprochen. Eine schwule Hochzeit wurde explizit gezeigt. (Die Serie ist Educational und an Kindergartenkinder gerichtet – aber es erschien mir gerade wegen der Diversitätsbemühungen als wichtig, sie zu erwähnen.)
    Auf Deutsch erschienen: Staffel 1-3, sowie 8-15 unter „Erdferkel Arthur und seine Freunde“
  • Avatar – The last Airbender (2005-2008)
    Diversität: Cast besteht aus asiatischen und iñupiat Figuren, keine queere Repräsentation
    Auf Deutsch erschienen: Komplett unter „Avatar – Herr der Elemente“
  • W.I.T.C.H. (2004-2006)
    Diversität: Cast umfasst asiatisch-amrikanische und afroamerikanische Figuren, keine queere Repräsentation
    Auf Deutsch erschienen: Komplett
  • My little Pony: Friendship is Magic (2010-heute)
    Diversität: Cast besteht aus Ponys. Neurodiversität wird als Thema aufgegriffen. Es gibt queere Nebenfiguren.
    Auf Deutsch erschienen: Soweit bis einschließlich Staffel 8 unter „My little Pony: Freundschaft ist Magie“
  • Steven Universe (2013-heute)
    Diversität: Cast ist ausgesprochen divers. Neurodiversität kommt vor. Behinderungen werden als Thema aufgegriffen, jedoch nicht ausgearbeitet. Gute Teile des Hauptcasts sind queer. Es gibt einen explizit nicht-binären Charakter.
    Auf Deutsch erschienen: Bisher bis Mitte Staffel 4
  • Gravity Falls (2013-2016)
    Diversität: Cast hat einige diverse Nebencharaktere. Es gibt unter diesen auch ein queeres Paar, das in der letzten Folge sich outet.
    Auf Deutsch erschienen: Komplett unter „Willkommen in Gravity Falls“
  • The Legend of Korra (2012-2014)
    Diversität: Wie Avatar. Protagonistin ist kanonisch bisexuell. Ein weiterer, weiblicher Charakter ebenfalls. Ein längerer Handlungsabschnitt handelt vom Umgang mit Behinderung (durch Gewalt), PTBS und Depression.
    Auf Deutsch erschienen: Komplett unter „Die Legende von Korra“
  • Star vs the Forces of Evil (2015-2019)
    Diversität: Diverses Cast. Hauptkonflikt dreht sich um codierten Rassismus. Es gibt Andeutungen, dass die Protagonistin bi ist. Ebenfalls, dass der männliche Protagonist genderfluid ist. Dies ist jedoch nicht explizit gemacht. (Siehe Review.)
    Auf Deutsch erschienen: Staffel 1-3 soweit unter „Star gegen die Mächte des Bösen“
  • Voltron – Legendary Defender (2016-2018)
    Diversität: Hauptcast ist divers. Der Hauptcharakter kanonisch schwul. (Leider hat er nie ein Love Interest in der Serie und der „Bury your gays“ Trope kommt mehr oder minder vor.)
    Auf Deutsch erschienen: Komplett auf Netflix
  • She-Ra and the Princesses of Power (2018-heute)
    Diversität: Sehr diverses Cast. Verschiedene queere Figuren.
    Auf Deutsch erschienen: Komplett auf Netflix unter „She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“
  • The Dragon Prince (2018-heute)
    Diversität: Sehr diverses Cast. Das Thema Rassismus wird angesprochen. Behinderungen kommen vor. Es gibt mehrere queere Nebenfiguren.
    Auf Deutsch erschienen: Komplett auf Netflix unter „Der Prinz der Drachen“

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