Mini-Review: Shazam!

Ich war gestern in Shazam! Und da mir der Film gefallen hat ein sehr kurzes Mini-Review. Auch, um dieses Format einmal auszuprobieren.

Worum es geht?

Vor Jahren verlor Billy Batson seine Mutter auf einem Weihnachtsmarkt. Seither wurde er von einer Pflegefamilie in die nächste weitergereicht, da er im Versuch seine Mutter zu finden immer wieder abhaut. Er landet bei der nächsten Pflegefamilie und damit in einer neuen Schule. Doch direkt an jenem ersten Schultag findet er sich vor einem alten Magier wieder, der ihm seine Kräfte anvertraut. Kräfte, die leider ohne Anleitung kommen. Doch sein superheldenbegeisterter Pflegebruder Freddy, hat ein paar Ideen.

Wie ist der Film?

Kurzgesagt: Sehr gut. Sehr lustig. Vor allem bringt der Film eine kindliche Unschuld mit sich, die man selten in Superheldenfilmen sieht. Sehr passend natürlich, da Billy Batson ein Kind, beziehungsweise Jugendlicher ist, der effektiv zum Magical Boy wird – selbst wenn es mehr Blitze und weniger Verwandlungssequenzen gibt.

Der Film geht außerdem sehr gut – in meinen Augen – mit dem Thema Vernachlässigung von Kindern und ähnlichen Themen um. Gleichzeitig war es aber auch so schön, mal eine positive Darstellung einer Pflegefamilie (einer sehr diversen Pflegefamilie, wie ich anmerken möchte) zu sehen.

Der letzte Akt zieht sich allerdings ein wenig. Mehr werde ich über diesen jedoch nicht sagen, da der Film es so wunderbar geschafft hat, im Marketing Spoiler zu vermeiden, dass ich hier auch keine Spoiler nennen werde.

Technische Aspekte

Ich kann es mir wie immer nicht verkneifen, kurz auf die Technik einzugehen. Die Cinematografie hatte einige Hommages an die Superman-Filme der 70er und 80er, was einen gewissen Charme gegeben hat. Ansonsten fiel auch auf in Sachen Cinematografie und Setdressing, wie sehr sich darum bemüht wurde, alles eben weniger hübsch darzustellen, sondern eine eher realistische Darstellung des eher verarmten Philadelphia zu zeigen. Ja, ironischerweise ist der lustige, kinderfreundliche DCEU Film auch mit der ernsthaft gritty-realistische der Reihe.

Davon abgesehen fiel die CGI leider für mich negativ auf. Vieles, was digital gemacht worden war, fügte sich nicht immer perfekt ein – was auch für einige Green Screen Effekte galt. Auf der anderen Seite passte es überraschend gut, zum restlichen Charme des Films.

Empfehlung

Zusammengefasst hat mir dieser Film deutlich besser gefallen, als irgendein anderer Film im DCEU bisher. Ich habe viel lachen können, die Schauspieler waren durchweg gut, die Twists haben erstaunlich gut funktioniert und man merkte auch auf technischer Ebene, dass viel Mühe reingeflossen war. Endlich ein DCEU-Film, der sich wirklich so gar nicht ernst nimmt – und es dennoch schafft, dass ich mich mehr um den Hauptcharakter schere, als es die bierernsten Superman und Batman Verfilmungen geschafft haben. Daumen hoch.


Das Beitragsbild wurde von Firdaus Latif aufgenommen und unter der CC2.0 Lizenz bereitgestellt. Für den Blog habe ich es auf eine passende Größe zugeschnitten.